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Die Passion. Musik zwischen Kunst und Kirche by Kurt von Fischer

By Kurt von Fischer

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Hier stellt sich nun allerdings nochmals die Frage, bei welcher Gelegenheit die so überaus weitverbreitete Longueval-Passionsharmonie gesungen worden ist. Auf katholischem Gebiet kommt, wie schon erwähnt, ihres Mischtextes wegen ein Vortrag in einer der Karwochen-Messen nicht in Frage. Am ehesten bieten sich daher als Aufführungsgelegenheiten Karfreitags- oder Heiliggrabfeiem an. Im protestantischen Deutschland dagegen waren Aufführungen im Rahmen lutherischer Gottesdienste, sei dies nun ein Haupt- oder Vespergottesdienst, möglich.

Doch zurück zum 15. jahrhundert. Chronologisch noch vor der Passion von Richard Davy entstanden sind zwei Stücke, die vermutlich im oberitalienischen Ferrara für den Gebrauch der Familie d'Este um 1470/1480 aufgeschrieben wurden. Stil und Charakter dieser bei den Werke, einer Matthäus- und einer johannespassion, sind insofern als singulär zu bezeichnen, als sie zwar dem responsorialen Passionstyp zugehören, jedoch wohl nicht für gottesdienstliche, sondern für paraliturgische Zwecke eines Passionsspiels, wie es 1481 in Ferrara nachzuweisen ist, komponiert worden sind.

Italien 40 Ein eigentliches Aufblühen der liturgisch responsorialen Passion in ihren verschiedensten Varianten ist vor allem in Italien um die Mitte des 16. Jahrhunderts zu beobachten. Diese kreative Aktivität dauerte auch in den unmittelbar auf das Konzil folgenden Jahren und Jahrzehnten bis gegen 1610 fort. Geographischer Schwerpunkt war, wie Arnold Schmitz gezeigt hat, vor allem der lombardischvenezianische Raum, wo mehrere Passionen sogar im Druck erschienen sind, dann aber auch Florenz und Rom mit seiner päpstlichen Kapelle.

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