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Das geliebte süße Leben by Friedrich Ani

By Friedrich Ani

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Ein Kampf um Rom: Historischer Roman. Zweiter Band by means of Felix Dahn

Übungsbuch Signale und Systeme

Das vorliegende Übungsbuch enthält die Aufgabenstellungen und Lösungen der über a hundred and fifty Übungsaufgaben, die im Lehrbuch "Signale und Systeme - Theorie, Simulation, Anwendung“ desselben Autors vorgestellt wurden. Der Aufbau des Buches orientiert sich an der Struktur des Lehrbuches. Viele Aufgaben sind unter Einsatz von MATLAB zu lösen.

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Er brachte sie auch nicht dazu, was zu essen, und ich mußte den ganzen Tag den Kohleofen heizen, damit sie weniger fror. Sie lag auf dem Kanapee und starrte zur Decke, von morgens bis abends. Ich wollte für sie beten, aber ich brachte den Text nicht mehr zusammen. Ich kniete auf dem schmutzigen Linoleumboden in unserer Küche und murmelte: Vater unser der du bist im Himmel geheiligt werde dein Name dein Reich dein Wille und so weiter geschehe im Himmel und dein Reich komme und so weiter… Und Gott sei Dank rief dann meine Mutter nach mir, und ich stand rasch auf und lief zu ihr hinüber.

Ja, schmatz nur, aber hauch mich nicht an, das vertrag ich nicht. Rohes Fleisch! Tief durchatmen. So, jetzt geht’s wieder besser. Du sollst mich nicht beißen! Komm her, komm her zu mir, ja, grab deinen Kopf in den Mantel, das ist ein sicherer Ort, den kennst du, gefällt dir das, wenn ich dich im Nacken kraule? Schon wieder ein Radfahrer, der ohne Licht fährt. Das ist lebensgefährlich, junger Mann. Die meisten Radfahrer heutzutage sind behämmert, anders ist das nicht zu erklären, wie die sich im Straßenverkehr benehmen.

So ist meine Mutter Maria verhungert. Sie lag im Bett und fror, und ich hab ihr Tee gebracht, aber sie hat ihn nicht getrunken, sie starrte die Tasse nur an und versteckte ihren Kopf unter der Zudecke. So wie ich das getan hab als Mädchen. Der Arzt sagte, sie friert so, weil sie nichts im Leib hat, sehr gute Erkenntnis. Er behandelte sie mit lauter solchen Sätzen, von denen ich kein Wort geglaubt hab. Außerdem sagte er dauernd Lili zu mir anstatt Lilie, und ich traute mich nicht, ihm zu widersprechen, um meine Mutter nicht böse zu machen.

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