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Bilanzierung von Kundenbeziehungen nach IFRS: Eine Analyse by Oliver Bohr

By Oliver Bohr

Kundenbezogene immaterielle Vermögenswerte werden nach wie vor nur in geringem Umfang in der Bilanz erfasst. Dies trifft insbesondere auf die Abschlüsse von Mobilfunkunternehmen zu, die im Rahmen eines wettbewerbsintensiven Umfeldes vielseitige Instrumente (z.B. Abgabe eines vergünstigten Mobiltelefons) zum Auf- und Ausbau der Kundenbasis einsetzen.

Oliver Bohr untersucht am Beispiel von Kundenakquisitions- und -bindungskosten, ob es sich hierbei – nach den geltenden internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) – um eine Investition in die Kundenbasis und infolgedessen um einen bilanzierungsfähigen immateriellen Vermögenswert „Kundenbeziehung“ handelt. Nach einem kritischen Vergleich mit US-amerikanischen und australischen Rechnungslegungsvorschriften nimmt er eine empirische Bestandsaufnahme anhand von Fallstudien einzelner Mobilfunkunternehmen aus Deutschland, den Niederlanden, den united states und Australien vor. Er kommt zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der Kosten für die Kundenakquisition und -bindung gemäß IAS 38 als immaterielle Vermögenswerte aktiviert werden müssen. Abschließend entwickelt er eine Sollkonzeption mit konkreten Änderungsvorschlägen zur stringenten und einheitlichen IFRS-Bilanzierung der durch Kundenakquisitionskosten initiierten Kundenbeziehungen.

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Sachs/Hauser (2002), S. 50. Vgl. Thommen (1983), S. 35. Vgl. Sachs/Hauser (2002), S. 50-51. Kundenbeziehung als immaterieller Vermögenswert 18 der Herleitung eines eigenen Vorschlages zur Lösung der Problemstellung, der u. a. aufgrund der darin genannten Implementierungsmöglichkeiten als konkrete Handlungsempfehlung an nationale und internationale Standardsetter gleichermaßen zu verstehen ist. Das angestrebte Wissenschaftsziel ist allerdings nur dann zu erreichen, wenn im Rahmen der de lege ferenda Betrachtung wertende, d.

B. in Form von Beteiligungen. I. d. R. generieren solche Güter nur durch ihre Überlassung an Dritte mittelbar einen wirtschaftlichen Nutzen für das Unternehmen. Aus diesem Grund sind sie sowohl definitorisch als auch gliederungstechnisch von den materiellen und immateriellen Werten abzugrenzen; vgl. hierzu ausführlich Heyd/Lutz-Ingold (2005), S. 4. Vgl. Baetge/von Keitz (2006), Rz. 15; Coenenberg (2005), S. 144; Heyd/Lutz-Ingold (2005), S. 4. 106 Das Kriterium der Beherrschung gilt als erfüllt, wenn das Unternehmen über ein gesetzliches Recht am Vermögenswert verfügt und somit regelmäßig Kontrolle über diese Ressource ausüben kann.

1161-1163. Beide Begriffe sind im Plural, da in beiderlei Hinsicht verschiedene Auffassungen vertreten wurden und werden. Vgl. zur statischen und dynamischen Bilanzauffassung als ältere Ansätze formaler Bilanztheorien ausführlich Coenenberg (2005), S. 1163-1167. Im Rahmen der neueren bilanztheoretischen Diskussionen sind Fragestellungen nach dem Formalgehalt der Bilanz von untergeordneter Bedeutung. Vgl. 1; zu den verschiedenen Ansätzen im deutschen Bilanzrecht ausführlich Coenenberg (2005), S.

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